Hochmut, Anmaßung, Überheblichkeit, Arroganz (Superbia)
Geiz, Habsucht, jede unmäßige Gier wie Habgier, (Avariata)
Wollust, Genusssucht, Üppigkeit, Verschwendungssucht, (Luxusia)
Zorn, Wut, Aggression, Feindschaft, Haß, Rache (Ira)
Völlerei, Fresssucht, Gefräßigkeit, Unmäßigkeit (Gula)
Neid, Missgunst (Invisia)
Trägheit, sowie Feigheit, Faulheit, Ignoranz (Acedia) –
Das größte Hindernis für Änderung
Die sechs „Töchter der Acedia“ sind nach Gregorius beim Kirchenlehrer Thomas von Aquin: Bosheit, Auflehnung/Groll, Kleinmütigkeit, Verzweiflung, stumpfe Gleichgültigkeit gegenüber den Geboten bzw. Vorschriften, Schweifung des Geistes in Richtung des Unerlaubten.
- Ablenkung und Zerstreuung (der für die Acedia so charakteristische Drang nicht nur allgemein nach Abwechslung, sondern speziell nach menschlicher Gesellschaft)
- Die Furcht vor Erkrankungen
- Die Mitmenschen werden für das eigene Unglück verantwortlich gemacht (Täuschung und Selbsttäuschung führen Menschen in die Irre, weil ihnen der wahre Charakter ihrer Depression verborgen geblieben ist.
- Verdrossenheit und Minimalismus, Verantwortung an andere abgeben “WAHLEN“
- Zweifel an der Echtheit der eigenen Berufung oder Lebensform
In anthropologischer Sicht wird sie dahingehend erfasst, dass „der Mensch sich dem Anspruch versage, der mit seiner eigenen Würde gegeben ist […], daß der Mensch seinem eigenen Sein letztlich nicht zustimmt“.
Durch die persönlich empfundene Gnadenlosigkeit und Schwere, aber insbesondere auch durch die Eigenschaft lange anzudauern, kann die Acedia einen Menschen zur Verzweiflung bringen.
Demnach ist eine sorgfältige Selbstbeobachtung nötig, was heute als Achtsamkeit bezeichnet wird, um sich den innerlichen emotionalen Mechanismen gewahr zu werden. Des Weiteren wird auf die Bedeutung eines „beständigen Ausharrens“ in diesem Gewahrsein hingewiesen.
„Keine Angst vor den Feinden zu haben und willig in den Drangsalen auszuhalten, ist das Werk des Mutes und der Geduld.